Historie:

1911

- ist das Jahr, in dem der Fußballsport ins Leben gerufen wurde. Im Sommer des Jahres 1911 gründeten Ernst Hartmann und zehn Sportfreunde im Gasthof " Grüne Wiese " den Fußballklub " Fortuna ". Ihr erster Sportplatz war eine Wiese gegenüber dem Gasthof.

1.Mannschaft 7.Sep.1913

1920

- wurde der Platz in der Nähe des Steegenwaldes verlegt. Es gab keinerlei Unterstützung, im Gegenteil, der Fußball wurde mehrmals von den Gendarmen beschlagnahmt und mußte auf der Polizeiwache wieder abgeholt werden.

1922

- seit 1922 nennt sich der Fußballklub " SVN " Sportverein Niederwürschnitz im Verband  des Arbeiter-Turn- undSportbundes. Der Ziegeleibesitzer Möckel stellte im gleichen Jahr im Anbau ein Grundstück zur Verfügung. Mit 50-Pfennig-Anteilen der Vereinsmitglieder, die oft nur vom Arbeitslosengeld lebten, wurde ein kleines Sportlerheim gespart, das 1928/29 gebaut wurde. Als 1931 der Sportplatz hinter das Sägewerk Vetter verlegt wurde, ist auch das Sportlerheim, eine Holzbaracke, dorthin versetzt worden. Die Fußballer des SVN waren in jenen 20er Jahren eine erstklassige Mannschaft, die als zweiter Sportverein im Kreis Stollberg im Kartell spielte. Fast Legenden sind solche Namen wie der des Torwarts Arno Gerisch oder Erich Lang, genannt der " Pfietscher". Dem SVN gehörte noch eine Damen- und Herren-Handballmannschaft an. Niederwürschnitz war bekannt als eine Hochburg des Arbeiter sports., der von mehreren Sportabteilungen getragen wurde. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 wurde als ein hinterhältiger Schlag gegen den Arbeitersport das Sportlerheim niedergebrannt. Schließlich wurde am 16. Dezember 1933 der SVN auf behördliche Anweisung ganz aufgelöst und verboten!

Anschlagtafel 1923

1933 - 1942

- in dieser Zeit ruhte wie fast überall im Land der Sport. Dies war bedingt einmal durch das Verbot und zum anderen durch den Einzug vieler Sportler in die Wehrmacht.

1942

- gründeten junge Sportler nach vielen Jahren wieder eine Fußballmannschaft in Niederwürschnitz. Einen eigenen Sportplatz hatten sie nicht, sie mußten auswärts spielen, den auf den Turnplatz ( heute Palettipark) durften nur die Handballer.

1945

Ernst Hartmann

- Wärend des Krieges war der Sport fast zum Erliegen gekommen, die Turnhalle war dem Verfall preisgegeben. Die Sportler ließen sich trotzdem nicht entmutigen, allen voran war der Sportfreund Ernst Hartmann. Er rief alle Sportler auf, sich aktiv zu beteiligen. Dies geschah am 28. August 1945. In der ersten Zeit gab es immer noch keinen eigenen Fußballplatz, so daß alle Spiele noch auswärts ausgetragen werden mußten. Das änderte sich am 9. September 1945, als eine Wiese des ehemaligen Fleischer-Gutes zur Verfügung gestellt wurde. Zu dieser Zeit gab es noch keine Umkleideräume, die Fußballer zogen sich bei ihrem Sportfreund O. Heßmann in der Wohnung um. Auch das war Sportbegeisterung. 

1950

- Am 6. Januar 1950 wurde die MAS Trägerbetrieb der Sportgemeinschaft Niederwürschnitz. Dadurch entfaltete sich der Sport in Niederwürschnitz, dies machte sich besonders im Fußball bemerkbar. Die 1. Mannschaft wurde Kreismeister der 2. Kreisklasse. Im Frühjahr 1951 begann mann mit dem Sportplatzneubau entlang des Würschnitzbaches. Ernst Hartmann rief auch hier alle Einwohner auf tatkräftig mitzuhelfen. Tausende von NAW-Stunden wurden in jener Zeit geleistet.

1953

- nach dreijäriger Bauzeit wurde am 27. September die neue Anlage eingeweit. An diesem Spieltag hatten unsere Jungs die Mannschaft aus Brünlos zu Gast. Niederwürschnitz gewann die Partie mit 3:1.

1954

- wude eine neue Sportgemeinschaft gegründet, die BSG "Aktivist". Ihr traten alle Sportler im August bei, um eine Zersplitterung der bestehenden Sportgemeinschaften zu vermeiden.

1956

- am 8. Juli erhielten die Fußballer ihre eigenen Umkleidekabinen und eine Duschanlage am Volkshaus.

1957

- weilte die 1.Mannschaft in Schauenstein bei Hof in der BRD. Das war für uns ein großes Ereignis. das Spiel endete leistungsgerecht 2:2. Zu dieser Zeit gab es auch kein Sportlerheim. Als Vereinslokal diente der Ratskeller. 

1963

- begann der Bau des Sportlerheims, bei dem die Sportfreunde über 2000 NAW-Stunden leisteten. Nach einjähriger Bauzeit wurde das Sportlerheim am 23. Dezember 1964 feierlich der BSG übergeben.

Seit Gründung der BSG"Aktivist" wurden die Mannschaften von einem Übungsleiter betreut. Der erste Tainer war Herbert Fobrig, danach Karl Herzig und von 1967 bis 1977 leitete Heinz Franke die Geschicke. In der Saison 67/68 wurden beide Mannschaften, 1. und Reserve, Vizemeister, dabei wurden von der 1. Mannschaft 82 Tore erzielt.

1971

- seit 1971 ist das Viererturnier in Rempesgrün/V. immer ein Höhepunkt. Hier wurden wir auch vielmals Turniersieger.

Pfingsten 1971

1972-77

Durch den bedauerlichen Abgang des verdienten Sektionsleiters Otto Meier (gesundheitlich) wurde die Sektion mächtig durchgeschüttelt. Die Sektionsleiter wurden öfter gewechselt, was sich vor allem auf die Jugendarbeit stark auswirkte. Dadurch überalterte die 1. Mannschaft sehr, aber die Fußballer hielten zur Stange und diese Zeit wurde ohne Abstieg überwunden.

Erst durch den Zugang des Sportfreundes Horst Lämmel als Sektionsleiter wurde wieder mehr Augenmerk auf die Jugendarbeit gelegt. So konnte 1976 Übungsleiter Heinz Franke erstmalig vier Sportfreunde 17jährig in die 1. Mannschaft übernehmen (Schöfisch, Zeun, Barthold, Gündemann). 

1978/79

- in dieser Saison mußte die 1. Mannschaft in die II. Kreisklasse absteigen, schaffte aber nach einjäriger Abwesenheit wieder den Aufstieg in die I. Kreisklasse.

1980-83

- wurden durch eigene Initiative der Sportplatz verschönert und modernisiert. Das war möglich, weil unser Trägerbetrieb, der VEB Textima, dafür fast 30 000 Mark zur Verfügung stellte und sich viele Sportler aktiv bei der Neugestaltung beteiligten.

1985/86

- Abstieg der 1. Mannschaft in die 2. Kreisklasse

1988/89

- wurde die 1.Mannschaft Kreismeister in der II. Kreisklasse. Dies bedeutete den Wiederaufstieg in die I.Kreisklasse

1990

- durch die Ereignisse in der DDR wurden auch die BSG's betroffen und viele aufgelöst. So auch bei uns. Dadurch war eine Neugründung des Sportvereins nötig. Dies war auch mit finanziellen Mitteln verbunden, und so musten die Beiträge erhöht, und noch mehre Sponsoren gesucht werden. Nach Beratungen der Fußballer und Federballer schlossen sie sich zusammen und gründeten den TSV 1911 Niederwürschnitz.

1993/94

- durch Bildung der Kreisliga erreichte auch Niederwürschnitz den Aufstieg, mußte aber nach nur einem Jahr in der Liga wieder absteigen. In dieser Zeit wurde die Flutlichtanlage auf dem Sportplatz instaliert. Dadurch verbesserten sich die Trainingsmöglichkeiten enorm.

Fortsetzung folgt